Nicht genehmigte Mülldeponien

Nicht genehmigte Mülldeponien

Gleich an mehreren Orten im Altkreis Hohenstein-Ernstthal in der Region Zwickau gibt es zum Teil illegale Abfalldeponien. Ganze 15 teils stinkende nicht genehmigte Deponien gibt es in der Region. Das ist mehr als in allen anderen sächsischen Landkreisen und kreisfreien. Eine Genehmigung liegt hier allerdings nicht wie vorgeschrieben vor.
Der Chemnitzer Landtagsabgeordnete Volkmar Zschocke (Grüne) wollte wissen, ob Gefahren von den Müllablagerungen ausgehen und ob eine mögliche Verfügung zur Beseitigung vorliegt. Das sächsische Umweltministeriums listet im Altkreis Hohenstein-Ernstthal vier solcher Deponien auf. Davon sind zwei bei Oberlungwitz.
Hier ist ein neuer Radweg geplant, für die dort lagernden Bahnschienen noch entsorgt werden müssen. Dies ist auch bereits finanziell eingeplant. Auf dem Gelände der alten Färberei, wo der Radweg ebenfalls durchführen soll, liegen allerdings noch Gipsbaustoffe, Altreifen, Dachpappe und weiterer Sperrmüll. Daher ist hier mit einer Verschmutzung des Bodens zu rechnen.
Weitere betroffene Gebiete befinden sich in Lichtenstein an der Rödlitzer Straße, wo sich über einen längeren Zeitraum Altreifen, Schrott und sogar ausgemusterte Linienbusse stapelten. Die Verfahren laufen hier bereits. Auch ein Grundstück an der Erlenbacher Straße in Gersdorf ist betroffen, für das es aktuell nur eine Anlassüberwachung gibt. Dies bedeutet, dass der Grundstückseigner von der zuständigen Behörde informiert wurde und die Möglichkeit einer Anhörung in der Behörde eingeräumt wird.
Die Kommunen können dagegen kaum etwas unternehmen. Viele Kommunen tun sich jedoch schwer, gegen das Problem der illegalen Mülllagerung vorzugehen, meint Landtagsmitglied Zschocke. Die Verfahren der Behörden dauern oft sehr lange. Erst danach können die Kommunen den Müll fortbringen lassen.

Quelle: freiepresse.de