Es ist sauberer geworden in Amöneburg, Kastel und Kostheim

Es ist sauberer geworden in Amöneburg, Kastel und Kostheim

In Amöneburg wurde vor acht Jahren eine Sauberkeitsoffensive gestartet. Seitdem ist es in der Stadt sauberer geworden, laut Frank Fischer von den städtischen Entsorgungsbetrieben (ELW), das ist die erste Anlaufstelle für Beschwerden. 2010 wurden noch 1380 Tonnen wild abgelagerter Müll registriert mit Entsorgungskosten von 450.000 Euro. 2017 waren es nur noch 800 Tonnen Müll, die Kosten von 250.000 Euro verursacht haben.
Allerdings gab es Ende November einen Fall von illegaler Müllentsorgung. An der Wiesbadener Landstraße hatten Unbekannte in einer Nacht und Nebel Aktion 50 Altreifen auf dem Gehweg vor der Baustelle der städtischen Wohnbaugesellschaft (GWW) abgelegt. Das Umweltamt hat ermittelt, ohne den Täter ausfindig machen zu können. Insgesamt ist die Sauberkeits-Kampagne aber erfolgreich, wie die Statistik zeigt. Die Stadt hat eine App für Smartphones entwickelt und extra eine Telefonleitung zur Servicezentrale geschaltet. Einwohner können beides benutzen, um illegale Müllablagerungen zu melden. Im Vorjahr haben sich Einwohner mit ihren Beschwerden rund 5500 Mal an die Entsorgungsbetriebe gewendet, dreimal so oft per App wie per Telefon.
Es hat sich bei den Einwohnern der Stadt herumgesprochen, dass die Abholung von Sperrmüll kostenlos ist. Eine Inspektion einschlägiger Stellen zeigt erfreulich wenig Müll. In Kostheim ist etwa der Platz mit den Containern unter der August-Lutz-Brücke sauber aufgeräumt.
Dennoch gibt es immer wieder Ecken, an denen sich Müll ansammelt. Etwa in Kastel, am Treppenaufgang von den Parkplätzen unter dem Hochkreisel zur Ludwigsrampe. Wenn man hier zu den Bahngleisen hinabsteigt, findet man auch jede Menge Müll. Hier gibt es Probleme mit der Zuständigkeit, denn nicht immer sind die Entsorgungsbetriebe zuständig. Für Bahngrundstücke etwa ist generell die Deutsche Bahn verantwortlich. Für den Rhein ist das Wasser- und Schifffahrtsamt zuständig und für die Autobahnen Hessen Mobil.

Quelle: wiesbadener-tagblatt.de