Runderneuerte Nfz-Reifen – perfektes Recycling

Bonn, 21.05.2019 Die Runderneuerungstechnik speziell für Nutzfahrzeugreifen ist technisch ausgereift. Bei einem Einsatz von Qualitätskarkassen sind die runderneuerten Lkw-Reifen den Neureifen in Laufleistung und Qualität ebenbürtig.

Alle die im Reifengeschäft unterwegs sind erleben es aktuell nahezu täglich: wohin mit den Altreifen? Einige Altreifenentsorger haben Annahmestopps. Wenn jetzt die Altreifen aus der Frühjahrsumrüstung auf den Markt kommen, wird sich die Lage erneut zuspitzen.

Die Runderneuerung, speziell von Lkw-Reifen, stellt in diesem Zusammenhang die wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigste Lösung dar: Nicht nur die Anschaffungskosten von runderneuerten Reifen sind günstiger als Neureifen, auch der Energieaufwand, der Rohstoffeinsatz und der Wasserbedarf sind wesentlich niedriger als bei der Herstellung von Neureifen. So liegen die CO2 Emissionen bei runderneuerten Reifen 24% und die Ressourcen-Einsparung 70% unter denen von Neureifen.

Insgesamt sind in Deutschland rund 2,8 Millionen Lkw-Reifen im Einsatz, 30% davon werden nach der ersten Nutzung runderneuert. Das bedeutet, dass pro Jahr knapp zwei Millionen Lkw-Reifen (das entspricht ca. 138.000 Tonnen bei einem Gewicht von ca. 70 kg/Reifen) entweder stofflich oder thermisch entsorgt werden. (Zahlen BRV-Marktdaten 2018-19)

Runderneuerungsverfahren

Es könnten sehr viel mehr Reifen runderneuert werden. Für Nutzfahrzeugreifen gibt es zwei Wege: die Heißerneuerung oder die Kalterneuerung. Für beide Erneuerungsarten gilt: der Reifenunterbau, die Karkasse muss einwandfrei sein. Um dies zu gewährleisten wird der Reifen einer strengen Auswahl- und Qualitätskontrolle unterzogen, in der die Karkasse eine erste Sichtprüfung durchläuft. Dabei werden Marke, Dimension, Alter und eventuelle Beschädigungen geprüft und festgehalten. Im nächsten Schritt erfolgt die Shearografie, ein optisches, lasergesteuertes und zerstörungsfreies Prüfverfahren, bei dem äußerlich nicht sichtbare Defekte der Karkasse (z.B. Ablösungen zwischen Gürtellagen, Lufteinschlüsse oder Feuchtigkeit) zuverlässig erkannt werden. Abschließend wird die Karkasse noch einer Druckprüfung unterzogen. Beim nächsten Arbeitsschritt, dem Abrauen, werden sämtliche Altgummireste von der Karkasse gelöst um eine neue, verbindungsfähige Oberfläche zu schaffen.

Erst danach wird die so präparierte Karkasse einem der beiden Erneuerungsverfahren zugeführt. Unter einem Heißerneuerungsverfahren versteht man dabei eine formengebundene Vulkanisation bei einer Temperatur von ca. 160 Grad Celsius. Dabei werden Lauffläche und Seitenwände des Reifens aus unvulkanisierten Gummimischungen in Form von Rohlauf- oder sogenannten Fütterstreifen aufgebaut. Die eigentliche Bildung des späteren Profils erfolgt beim Heizen in der Reifenpresse. Je nach Mischung und Reifengröße dauert dieser Vorgang in etwa 65 Minuten.

Bei der Kalterneuerung wird als erstes eine ca. 1,2 mm dicke Bindegummischicht auf die abgeraute und benetzte Karkassen-Oberfläche aufgebracht. Im Anschluss erfolgt millimetergenau die Aufbringung eines vulkanisierten Profilstreifens auf die Karkasse. Um eine feste Verbindung von Karkasse, Bindegummi und vulkanisiertem Profilstreifen herzustellen, muss der belegte Reifen in eine Gummihülle gepackt und anschließend Vakuum gezogen werden. Die eigentliche Vulkanisation, die etwa vier Stunden dauert, erfolgt unter Druck in einem Heizkessel (Autoklav) bei ca. 110 Grad Celsius.

Bei beiden Produktionsverfahren erfolgt nach dem Heizprozess eine Qualitätsendkontrolle. Beide Verfahren sparen bis zu 70% der Energie im Vergleich zur Herstellung eines Neureifens. Karkassen namhafter Premiumneureifenhersteller können bis zu dreimal runderneuert werden.

Runderneuerte Reifen versus Neureifen

Ob im Fern-, Nah-, Verteilerverkehr oder in der Baustelle – viele Speditionen setzen runderneuerte Reifen und machen damit durchweg gute Erfahrungen. Die Laufleistungen von Qualitätserneuerungen stehen der von namhaften Neureifenherstellern in Nichts nach. Gleiches gilt übrigens auch umgekehrt für die Ausfallquoten, die sich auf demselben Niveau von Neureifen bewegen.

Runderneuerte Reifen stellen damit eine perfekte Wahl dar – sie sind ökologisch sinnvoll, effizient und sicher! Nichtsdestotrotz sinkt die Zahl der runderneuerten Reifen in Europa seit Jahren kontinuierlich, angesichts des Billigimports aus Fernost, der bis 2018 ungehindert stattfand. Importzölle haben hier zwischenzeitlich einen Riegel vorgeschoben. In Zeiten, in denen Begriffe wie „Klimawandel“ und „Circular Economy“ die öffentliche Diskussion bestimmen, erscheint eine „Renaissance“ des runderneuerten Reifens jetzt als das Gebot der Stunde!

Bei konsequentem Einsatz der Runderneuerung lohnt sich die Anschaffung von Neureifen mit runderneuerungsfähiger Karkasse zudem auch wirtschaftlich.

Höchste Zeit für ein Umdenken und ökologisch sinnvolles handeln.

Über die Initiative Zare
Die Initiative Zare ist ein Zusammenschluss von 14 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle Zare-Partner sind auch Mitglied im BRV. Zare informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 26 Standorten decken die Zare-Partner Deutschland, die Niederlande und Österreich nahezu flächendeckend ab.

Die Partner der Initiative sind:
Allgemeine Gummiwertstoff und Reifenhandels GmbH, Bender Reifen Recycling GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KRAIBURG Austria GmbH & Co. KG, KURZ Karkassenhandel GmbH, Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, REIFEN DRAWS GmbH, Reifengruppe Ruhr / RGR, REIFEN OKA, Reifen Recyclingbetrieb Brenz GmbH

 

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Abbildung: kraiburg_beim_abrauen_werden_altgummireste_vollstaendig_von_der_karkasse_entfernt.jpg
Bildunterschrift: Beim Abrauen werden Altgummireste vollständig von der Karkasse entfernt und eine der Karkassenbauart angepasste Oberfläche erzeugt.
Quelle: Kraiburg

Abbildung: kraiburg_die_erzeugte_oberflaeche_wird_auf_etwaige_beschaedigungen_ueberprueft.jpg
Bildunterschrift: Die erzeugte Oberfläche wird auf etwaige Beschädigungen überprüft, Abweichungen werden durch Fachkräfte behoben.
Quelle: Kraiburg

Abbildung: kraiburg_vulkanisierter_profilstreifen_wird_auf_die_karkasse_aufgebracht_01.jpg
Abbildung: kraiburg_vulkanisierter_profilstreifen_wird_auf_die_karkasse_aufgebracht_02.jpg
Bildunterschrift: Vulkanisierter Profilstreifen wird auf die Karkasse aufgebracht.
Quelle: Kraiburg

Abbildung: runderneuerter_reifen_mit-quellenangabe.jpg
Quelle: © 2017 Ernst & Young et Associés
Studio EY France – 1606SG864

Abbildung: nutzungsdauer_mit-quellenangabe.jpg
Quelle: © 2017 Ernst & Young et Associés.
Studio EY France – 1606SG864

Die Altreifenentsorgung wird teurer

Bonn, 27.03.2019 Eine Umfrage beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkanisier-Handwerk e.V. (BRV) unter den zertifizierten Altreifenentsorgern (Zare) zeigt deutlich auf, dass der Reifenhandel, die Kfz-Werkstätten und die Autohäuser noch für das laufende Jahr mit signifikanten Mehrkosten bei der Altreifenentsorgung rechnen müssen. Dabei haben sich bereits in der Vergangenheit die Kosten für eine professionelle und umweltgerechte Entsorgung erhöht.

Die fachgerechte Entsorgung von abgefahrenen Reifen ist eine wichtige Leistung im Reifenfachhandel. Verantwortungsbewusste Unternehmen kümmern sich rechtzeitig um einen Entsorger, der nach den Richtlinien des Kreislaufwirtschaftsgesetzes arbeitet und im Idealfall zertifiziert ist. Damit beauftragt er ein Unternehmen, das die Altreifen je nach Beschaffenheit einer Wiederverwertung zuführt und im Sinne der Wertschöpfung Ressourcen schonend agiert. Nach wie vor gibt es in der Entsorgungsbranche leider “schwarze Schafe”, die die Reifen kostenlos abholen, die besten aussortieren und die nicht mehr verwendbaren in Wald, Feld und Gewässer abkippen. Für die meist aufwändige Entfernung sind die Kommunen zuständig, die sie in aller Regel einem zertifizierten Betrieb übergeben. Die Zeche zahlen in diesem Fall der Steuerzahler und die Natur.

Den zertifizierten Altreifenentsorgern stellen sich seit gut einem Jahr folgende Probleme: Ein bisher zuverlässiger Entsorgungsweg, die Verbrennung in Zementwerken, bricht zunehmend weg, da die Zementwerke auf andere, für sie wirtschaftliche Brennstoffe zurückgreifen oder sie erhöhen die Verwertungsgebühren. Die Dimensionsvielfalt sorgt dafür, dass Profilreifen nicht mehr so gut exportiert werden können, da es in diesen Ländern die Fahrzeuge für die Reifen nicht gibt. Die Pkw-Reifenrunderneuerung hat immer mehr an Bedeutung verloren, auch weil es immer mehr billige Importreifen auf dem Markt gibt, die einerseits als Neureifen preiswert vermarktet werden, andererseits nicht über die Qualität für eine Runderneuerung verfügen. Ein Umdenken der Verbraucher und Unternehmer wäre hier besonders wünschenswert, da die Runderneuerung qualitativ mit Neureifen vergleichbar ist und ökologisch ein sehr sinnvolles Recyclingverfahren darstellt. Bleibt noch die stoffliche Verarbeitung, dabei wird der Reifen in seine Bestandteile zerlegt und es wird vorrangig Gummigranulat und Gummimehl hergestellt. Aus diesen Sekundärwerkstoffen werden Dichtungsmatten, Bodenbeläge, Schallschutzmatten etc. gefertigt. Diese Industrie muss aber erst noch wachsen, um die Menge aufnehmen zu können.
Ein weiterer Kostenaspekt sind die Lkw-Mautgebühren, der anhaltende Fachkräftemangel, der die Lohnkosten nach oben treibt und die deutlich längeren Fahrstrecken für die Entsorgung in thermische Verwertungsanlagen, die teilweise auch im europäischen Ausland liegen.

Der BRV empfiehlt daher allen seinen Betrieben die Altreifenentsorgung frühzeitig, vor der Saison, zu organisieren und seine Kunden über die Situation zu informieren. Wenn Autofahrer die Hintergründe kennen, sind sie auch eher bereit die Kosten für die Entsorgung zu bezahlen.

Über die Initiative Zare
Die Initiative Zare ist ein Zusammenschluss von 14 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle Zare-Partner sind auch Mitglied im BRV. Zare informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 26 Standorten decken die Zare-Partner Deutschland, die Niederlande und Österreich nahezu flächendeckend ab.

Die Partner der Initiative sind:
Allgemeine Gummiwertstoff und Reifenhandels GmbH, Bender Reifen Recycling GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KRAIBURG Austria GmbH & Co. KG, KURZ Karkassenhandel GmbH, Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, REIFEN DRAWS GmbH, Reifengruppe Ruhr / RGR, REIFEN OKA, Reifen Recyclingbetrieb Brenz GmbH

 

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Bildunterschrift 1:
Die ZARE-Partner arbeiten an Lösungen gegen den Recyclingstau.

Abbildung: die_kosten_fuer_eine_professionelle_und_umweltgerechte_entsorgung_steigen.jpg
Quelle: © pitb_1 – stock.adobe.com
Bildunterschrift 2:
Die Kosten für eine professionelle und umweltgerechte Entsorgung steigen.

Die Initiative Zare macht gestärkt weiter!

Bonn, 01.02.2019   2019 geht die Initiative Zare (Zertifizierte Altreifen Entsorger) gestärkt in das dritte Jahr – seit Januar 2019 gehört mit der Kraiburg Austria GmbH & Co. KG ein weiterer starker Partner der Initiative Zare an. Damit gehören der Initiative Zare 14 Unternehmen an. Kraiburg Austria unterstützt das Zare-Team auch in Österreich. Das Familienunternehmen ist seit über 70 Jahren der Spezialist für Reifen-Runderneuerung und verfügt über große Erfahrung und Know-how in der Verarbeitung von Kautschuk. Kraiburg Austria ist einer der bedeutendsten Lieferanten für Reifenmaterial und branchenspezifische Problemlösungen aller Art.

Die Initiative Zare baut ein stetig wachsendes Netzwerk an verantwortungsbewussten Partnern auf, die sich für eine umweltgerechte, fachkundige und kontrollierte Reifenentsorgung einsetzen und damit gleichzeitig das Image und Ansehen der Altreifen-Entsorgungsbranche verbessert. Als Zare-Partner erfüllen Sie das verschärfte Anforderungsprofil des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniser-Handwerk e.V. (BRV) und tragen damit automatisch einen großen Teil zum Umweltschutz und zur Verwertung wertvoller Sekundärrohstoffe bei.

Die Situation verschärft sich
Bisher wird etwa ein gutes Drittel des Altreifenvolumens in Deutschland in Zementwerken verbrannt. Diese Verwertungsmethode nimmt immer mehr ab, so dass die Initiative Zare nach Alternativen sucht. Damit die Altreifenentsorgung funktioniert, gibt es ein engmaschiges System aus Runderneuerung, Granulierung, Export und die thermische Verwertung, das theoretisch jeden Reifen in den Wertstoffkreislauf zurückführt. Das ist das Ideal, doch in der Praxis wird die sachgerechte Entsorgung immer schwieriger. Runderneuerer bekommen Konkurrenz aus Asien, Zementwerke verhängen Annahmestopps und Granulierbetriebe finden nicht ausreichend Abnehmer für ihren Rohstoff. Das Ergebnis sind neben dem Aus für viele Unternehmen Umweltverschmutzung, wilde Deponien und ein hoher finanzieller Aufwand für den Steuerzahler. Der BRV und die Initiative Zare vereinen geballtes Know-how in Sachen Reifen und Entsorgung und arbeiten mit Hochdruck an neuen Verwertungsmöglichkeiten. Das Ziel ist es, eine langfristige Lösung für den Entsorgungsstau zu finden: Etwa durch eine flächendecken Verwertung von Gummigranulat im Straßenbau.

Über die Initiative Zare
Die Initiative Zare ist ein Zusammenschluss von 14 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle Zare-Partner sind auch Mitglied im BRV. Zare informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 26 Standorten decken die Zare-Partner Deutschland, die Niederlande und Österreich nahezu flächendeckend ab.

Die Partner der Initiative sind
Allgemeine Gummiwertstoff und Reifenhandels GmbH, Bender Reifen Recycling GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KRAIBURG Austria GmbH & Co. KG, KURZ Karkassenhandel GmbH, Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, REIFEN DRAWS GmbH, Reifengruppe Ruhr / RGR, REIFEN OKA, Reifen Recyclingbetrieb Brenz GmbH

 

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Bildunterschrift 1:
Initiative Zare – gemeinsam für eine saubere Umwelt

Abbildung: zare_standortkarte_illegale-reifenentsorfgung.jpg
Bildunterschrift 2:
Die Standort-Karte „illegale Altreifenentsorgung in Deutschland“

Altreifen-Entsorgung: Auch der Endverbraucher ist gefragt!

Bonn, 26.09.2018     Winterreifen von „O bis O“! Oktober bis Ostern – das ist eine gelernte Faustregel und für alle die viel unterwegs sind, sind Winterreifen die sicherere Alternative. D.h., jetzt ist es Zeit das Auto winterfest zu machen und damit auch die Reifen zu prüfen. Wenn keine Winterreifen montiert und die Ganzjahresreifen auch im Winter gefahren werden, sollten die Reifen in jedem Fall über ausreichend Profil verfügen. Wenn die Sommer- oder Winterreifen abgefahren sind, ist es höchste Zeit für neue Reifen. Aber was passiert dann eigentlich mit den alten?

In aller Regel können Sie die alten, abgefahrenen Reifen in Ihrer Werkstatt oder bei Ihrem Reifenhändler abgeben. Meist verlangt die Werkstatt einen kleinen Betrag für die Entsorgung. Das ist auch absolut gerechtfertigt: Denn Reifen müssen fachmännisch entsorgt und verwertet werden. D.h., Ihre Werkstatt übergibt die Altreifen an ein Unternehmen, das sich um die Verwertung kümmert. Altreifen dürfen nicht auf den normalen Haus- oder Gewerbemüll – sie müssen entsprechend dem Kreislaufwirtschaftsgesetzes nach klaren Regeln entsorgt oder verwertet werden. Pro Jahr fallen in Deutschland ca. 570.000 Tonnen Altreifen an – würde man diese Anzahl nebeneinanderlegen, würde die Reifenkette einmal um den Äquator reichen.

Sie sollten darauf achten, dass Ihre Werkstatt mit einem zertifizierten Altreifenentsorger zusammenarbeitet. Die zertifzierten Altreifenentsorger sortieren die Reifen sorgfältig und wählen die beste Verwertungsart je nach Zustand:

• Gute Reifen mit Restprofil werden in Länder mit weniger strengen Auflagen hinsichtlich der Mindestprofiltiefe exportiert

• Gute Reifen ohne Restprofil können runderneuert und damit einem zweiten Reifen zugeführt werden.

Altreifen, die dafür nicht mehr in Frage kamen, werden entweder thermisch verwertet, als Brennstoff vor allem in der Zementindustrie, oder aber zu feinem oder grobem Gummigranulat verarbeitet, dass wiederum für Dämmmatten, Sportplatzanlagen oder Dichtungen eingesetzt wird. So fügt sich jeder Altreifen an einen für ihn vorgesehenen Platz in der Wertstoffkette.

Illegale Altreifenentsorgungen nehmen zu
Seit einiger Zeit klagen Gemeinden und Kommunen über die zunehmende Zahl illegaler Altreifenentsorgungen. An Landstraßen und Feldwegen, in Waldstücken, auf Wiesen und an Bach- und Flussläufen häufen sich sogenannte wilde Deponien: rücksichtslos in der Umwelt abgeladene Altreifen. Dahinter stecken oft bloße Faulheit oder aber ans Kriminelle grenzendes Kalkül. Denn am Altreifen wollen oft dubiose Kleinunternehmer verdienen: Reifen, die sie nicht verkaufen können, werden achtlos weggeworfen. Für die fällige Entsorgung zahlt der Steuerzahler. Nicht wenige deutsche Gemeinden müssen für diesen Posten im Jahr bereits Aufwendungen in fünfstelliger Höhe bereitstellen.

Wie kann der Verbraucher mithelfen?
Für den Autofahrer kann die Devise nur lauten, darauf zu achten, dass seine Altreifen ausschließlich in die Hände seriöser Entsorgungsfachbetriebe gelangen. Werkstätten, Autohäuser und Reifenhändler arbeiten meist mit professionellen, zertifizierten Entsorgern zusammen. Wer ganz sicher gehen möchte, der fragt einfach nach. Möglich ist auch die direkte Abgabe, etwa an städtischen Betriebshöfen, die ebenfalls eine geringe Annahmegebühr erheben. Auch hier kann der Autofahrer aber sicher sein, dass seine Reifen den vorgesehenen Entsorgungsweg gehen und unsere Umwelt nicht belasten.

Ausblick in die Zukunft
Die Herausforderung der Altreifenentsorgung wird in der Zukunft an Bedeutung noch zunehmen, denn ein „Ersatz“ für den bewährten Reifen ist nicht in Sicht. Stattdessen wird es notwendig, neue Verwertungsmöglichkeiten zu finden. Die zertifizierten Entsorger und Verwerter arbeiten mit Hochdruck an neuen Verwertungsmöglichkeiten.

Über die Initiative Zare
Die Initiative Zare ist ein Zusammenschluss von 13 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle Zare-Partner sind auch Mitglied im BRV. Zare informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 18 Standorten decken die Zare-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.

Die Partner der Initiative sind:
Allgemeine Gummiwertstoff und Reifenhandels GmbH, Bender Reifen Recycling GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KURZ Karkassenhandel GmbH, Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, REIFEN DRAWS GmbH, Reifengruppe Ruhr / RGR, REIFEN OKA, Reifen Recyclingbetrieb Brenz GmbH

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Bildunterschrift 1:
Initiative ZARE – gemeinsam für eine saubere Umwelt

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Bildunterschrift 2:
Die Standort-Karte „illegale Altreifenentsorgung in Deutschland“

Illegale Altreifenentsorgung – kein Kavaliersdelikt und teuer dazu

Bonn, 12.07.2018 Für die Entsorgung von Altreifen gibt es rechtliche Vorschriften: sie müssen von speziellen Entsorgungsfachbetrieben wieder verwertet oder fachmännisch entsorgt werden. Wirft man sie einfach in die Natur, handelt man illegal und macht sich strafbar. Obwohl es dafür teils hohe Bußgelder gibt, kommt es nahezu täglich vor, dass illegal abgelegte Altreifen in Wald, Flur und Flüssen aufgefunden werden. Ein großes Ärgernis, denn die Kommune und damit jeder Steuerzahler muss die Kosten für die Entsorgung tragen.

Hochwertige Reifen mit einem guten Profil sind wichtig für die Sicherheit beim Fahren. Denn das Reifenprofil ermöglicht den perfekten Grip auf der Straße. Ist der Reifen abgefahren und die Profiltiefe geringer als 1,6 mm muss er ausgetauscht werden. So fallen jährlich rund 570.000 Tonnen Altreifen in Deutschland an. Würde man die Reifen alle nebeneinander legen, käme man damit einmal um den Äquator.

Seit Jahrzehnten werden Altreifen recycelt, aber die Zahl der Altreifen übersteigt bei weitem den Bedarf an Recycling-Produkten. Der Altreifenberg wächst und wächst, nicht nur bei den Entsorgungsfachbetrieben auch auf wilden Deponien nimmt die Anzahl der Altreifen immer mehr zu.

Illegale Entsorgung nimmt zu
Gibt man einen Altreifen bei einer Kfz-Werkstatt oder beim örtlichen Wertstoffhof ab, dann kostet das drei bis vier Euro. Manchen Autofahrern ist das offenbar zu teuer, denn immer wieder werden ausgediente Autoreifen einfach irgendwo in der Landschaft deponiert. Aber auch „fliegende Altreifenhändler“ entsorgen die Reifen, die sie bei Kfz-Werkstätten abholen, nicht immer legal. Vor kurzem wurde in einem Wald in Niedersachsen 150 Altreifen gefunden, deren Herkunft zurückverfolgt werden konnte. Die Reifen enthielten noch Namen und Autokennzeichen und stammten nachweislich aus einer Hamburger Kfz-Werkstatt. Dort waren sie aber, laut Werkstattbetreiber, „ordnungsgemäß“ von einem „fliegenden Altreifenhändler“ abgeholt worden. Der Entsorger hat die Altreifen dann offenbar in den Wald gekippt, statt sie zur Deponie zu bringen. Die GfA-Mitarbeiter sammeln die Altreifen jetzt ein und führen sie der korrekten Entsorgung zu. Der mutmaßliche Verursacher, nämlich der Entsorgungsbetrieb, trägt die Kosten.

In einem Wald in Nordrhein-Westfalen waren 50 Altreifen mitten auf einen Waldweg gekippt worden, das stellt zusätzlich zum Entsorgungsdelikt auch noch ein Sicherheitsrisiko dar: Rettungskräfte hätten Waldarbeiter oder Spaziergänger im Falle eines Unfalls nicht erreichen können.

Fast täglich werden irgendwo in Deutschland auf wilden Deponien in Waldstücken, an Landstraßen, auf Feldwegen oder in Flussläufen illegal abgelegte Reifen aufgefunden – in unterschiedlichen Mengen, mal nur drei oder vier manchmal eine ganze Lastwagenladung voll.

Da die Altreifen nicht verrotten und die Landschaft verschandeln, können sie nicht einfach liegen bleiben, sondern müssen auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden. Die Kommunen sind für das Entfernen dieser illegal abgeladenen Reifen verantwortlich und die Allgemeinheit trägt die Kosten dafür.

Saftige Strafen
Da die Kommunen nicht auf den hohen Kosten sitzen bleiben wollen, wird diese Art derAltreifenentsorgung polizeilich verfolgt. Zeugen werden aufgefordert sich zu melden und liefern manchmal Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen. Wird der Täter ausfindig gemacht, muss er mit saftigen Strafen rechnen. Die Höhe des Bußgeldes ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Für das Ablegen von ein bis fünf Reifen beträgt die Strafe in den meisten Bundesländern zwischen 75 und 330 Euro. Für mehr als fünf Reifen bezahlt man in der Regel bis zu 2.500 Euro Strafe. Teurer wird es in Niedersachsen: Dort kosten schon ein bis fünf illegal abgelegte Reifen bis zu 1.000 Euro. Und größere Mengen werden mit bis zu 25.000 Euro geahndet. Auch Mecklenburg-Vorpommern verlangt hohe Geldstrafen, besonders bei größeren Mengen Altreifen.
Besser ist es in jedem Fall, seine Altreifen in der Kfz-Werkstatt abzugeben, die sie von einem zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb abholen lässt.

Die Standort-Karte der illegalen Altreifenentsorgung
Einen Einblick zur aktuellen Lage der illegalen Altreifenentsorgung in Deutschland zeigt die Standort-Karte der Initiative Zare (Zertifizierte Altreifen-Entsorger). Kontinuierlich werden Meldungen illegaler Altreifenentsorgungen oder Reifenbrände aus den bundesweiten Lokalmedien gesammelt. In stark besiedelten Gebieten wie dem Ruhrgebiet oder Rhein/Main treten besonders viele Fälle auf.

Problem mit der erneuten Verwertung
Die Runderneuerung war jahrzehntelang eine nachhaltige Verwertung und lässt nun durch den vermehrten Import billiger Neureifen aus Fernost zunehmend nach. Wenn ein neuer Reifen genauso billig zu haben ist wie ein runderneuerter, sinkt die Nachfrage an letzterem und die Runderneuerungsbetriebe produzieren langfristig weniger. Im Lkw-Reifenbereich konnte diese Entwicklung durch die DeMinimis-Förderung gestoppt werden.

Verwertung von Altreifen
Neben der Runderneuerung gibt es noch viele andere Möglichkeiten der Wiederverwertung von Altreifen. Aufgrund des hohen Heizwertes (9,0 kWh/kg) eignen sich Reifen gut als Heizmaterial. Etwa 50 Prozent der Altreifen werden deshalb thermisch verwertet, d. h. sie werden geschreddert und in Zementwerken verbrannt, wobei der Stahlanteil auch noch als Ersatz für das Eisenerz dient.

Die anderen 50 Prozent der Altreifen werden stofflich verwertet, d. h. sie werden von zertifizierten Recyclingbetrieben recycelt. Dabei werden sie in ihre Hauptbestandteile zerlegt: 67% Gummi, 18% Stahl, 14% Textil und 1% Reststoffe. Alle Bestandteile können wiederverwertet werden. Aus dem Gummianteil wird hauptsächlich Gummigranulat hergestellt und zur Modifizierung von Asphalt und Bitumen eingesetzt. Auch Sportböden, Kunstrasenplätze, Fallschutzmatten und Isomatten werden daraus hergestellt. Das Gummigranulat kann auch partiell devulkanisiert werden und wird dann als Recycling-Material der Reifenmischung für die Herstellung von neuen Reifen zugesetzt.

Über die Initiative Zare
Die Initiative Zare ist ein Zusammenschluss von 13 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle Zare-Partner sind auch Mitglied im BRV. Zare informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 18 Standorten decken die Zare-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.

Die Partner der Initiative sind:
Allgemeine Gummiwertstoff und Reifenhandels GmbH, Bender Reifen Recycling GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KURZ Karkassenhandel GmbH, Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, REIFEN DRAWS GmbH, Reifengruppe Ruhr / RGR, REIFEN OKA, Reifen Recyclingbetrieb Brenz GmbH

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Bildunterschrift 1:
Die Standort-Karte „illegale Altreifenentsorgung in Deutschland“

Abbildung: gruene_wiesen_mit_altreifen.jpg
Bildunterschrift 2:
Grüne Wiesen mit Altreifen: Dürfen nicht zur Gewohnheit werden.
Bildnachweis: © UsedomCards.de – Fotolia.com

Zare auf The Tire Cologne: Gegenwart und Zukunft der Altreifenentsorgung

Bonn, 13.06.2018 Gegenwart und Zukunft der Altreifenentsorgung lagen am Gemeinschaftsstand der Initiative Zare und der zertifizierten Entsorgungsbetriebe Bender Reifen Recycling, CVS Reifen, Kurz Karkassenhandel, MRH Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft sowie Reifen Draws eng beieinander. Höhepunkt der gemeinsamen Messeaktivitäten war die Podiumsdiskussion, auf der Wissenschaftler, Entsorger und Vertreter des Handels darüber debattieren, wie die Branche die Altreifenentsorgung künftig organisieren kann.

Die Premiere der The Tire Cologne vom 29.05. bis 01.06.2018 in Köln war die beste Plattform für die Botschaft der Initiative Zare und ihrer Partner. Wenn nur ein Bruchteil der rund 16.000 Fachbesucher für das Thema „nachhaltige Altreifenentsorgung“ sensibilisiert wurde, ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Am Stand wurden auch zahllose Gespräche geführt und daran erinnert, dass die umweltfreundliche Entsorgung von Altreifen eine wichtige Aufgabe ist, zu der jeder Einzelne seinen Beitrag leistet.

Sinkende Nachfrage nach Altreifen
Derzeit beklagen die Altreifenentsorger einen „Entsorgungsstau“: Sie werden die Altreifen nicht mehr los, der Berg wächst und wächst. Verwertungsmöglichkeiten gibt es: Reifen können runderneuert, als industrieller Brennstoff verwendet oder aber zu stofflichen Gummimehl oder Granulat verarbeitet werden. Doch die Nachfrage in den einzelnen Kanälen sinkt. Mit diesem Rückgang häufen sich die Nachrichten über „wilde Deponien“ und illegale Entsorgungen.

Gummimodifizierter Asphalt als „Staulöser“
Um mögliche Lösungsmöglichkeiten zu erörtern, fand am Recycling Forum daher am 31.05.2018 eine Podiumsdiskussion statt. Ein interessanter Ansatz wurde den Zuhörern dann auch vorgestellt: Käme Gummimehl auf breiter Ebene im Straßenbau zum Einsatz, könnte damit nicht nur ein großer Anteil der jährlich anfallenden Altreifen einer neuen Verwendung zugeführt werden, auch das Straßennetz würde davon profitieren: Studien zeigen, dass gummimodifizierter Asphalt haltbarer und leiser ist als herkömmlicher Asphalt. Zwei Fliegen mit einer Klappe?

Die Initiative Zare wird sich weiterhin für die seriöse, nachhaltige Altreifenentsorgung stark machen. Sicher gibt es in zwei Jahren, wenn die nächste Ausgabe der The Tire Cologne startet, neue Erkenntnisse.

Über die Initiative Zare
Die Initiative Zare ist ein Zusammenschluss von 13 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle Zare-Partner sind auch Mitglied im BRV. Zare informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 18 Standorten decken die Zare-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.

Die Partner der Initiative sind:
Allgemeine Gummiwertstoff und Reifenhandels GmbH, Bender Reifen Recycling GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KURZ Karkassenhandel GmbH, Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, REIFEN DRAWS GmbH, Reifengruppe Ruhr / RGR, REIFEN OKA, Reifen Recyclingbetrieb Brenz GmbH

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Abbildung: Gemeinschaftsstand der Initiative ZARE
Bildunterschrift 1:
Die Zare-Partner auf dem Gemeinschaftsstand der Initiative Zare.
V.l.n.r.: Andreas Döring und Hanna Schöberl (Kurz Karkassenhandel GmbH), Osman Dede (CVS Reifen GmbH), Manfred Draws (Reifen Draws GmbH), Cordula Plohl (CGW GmbH), Jürgen Bender (Bender Reifen Recycling GmbH), Danny Schwalbe und Willi Albert (Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH)

Abbildung: Podiumsdiskussion der Initiative ZARE
Bildunterschrift 2:
Die Podiumsdiskussion der Initiative Zare.
V.l.n.r.: Hanna Schöberl (Kurz Karkassenhandel GmbH), Danny Schwalbe (Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH), Yorick M. Lowin (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.), Peter Lüdorf (Gummi Berger – Hans Berger KG), Dr.-Ing. Stefan Hoyer (Technische Universität Chemnitz; Wissenschaftlicher Mitarbeiter; Fachgruppe Extrusionstechnologien und Recycling)

Zare auf The Tire Cologne: Geballtes Know-how rund um den Altreifen

Bonn, 12.04.2018 Vom 29.05. bis zum 01.06.2018 öffnet The Tire Cologne – Die internationale Messe für die Reifenbranche zum ersten Mal ihre Pforten. Die Fachveranstaltung für Reifen, Räder und Felgen präsentiert auf rund 70.000 Quadratmetern Innovationen vom Werkstattbedarf bis hin zur Altreifenentsorgung. Ein Pflichttermin für die Initiative Zare, die auf ihrem Stand C-025 in Halle 9 mit einem abwechslungsreichen Programm aufwartet.

Für die Premiere hat sich die Initiative geballte Reifenkompetenz als Mitstreiter gesichert: Auf dem Gemeinschaftsstand sind neben der Zare auch die zertifizierten Entsorgungsbetriebe Bender Reifen Recycling, CVS Reifen, Kurz Karkassenhandel, MRH Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft sowie Reifen Draws vertreten. Gemeinsam wird man den Besuchern nicht nur Fragen zum Thema Altreifenentsorgung und -verwertung beantworten und kompetente Dienstleistungen anbieten, sondern auch jede Menge Anschauungsmaterial und ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen.

Höhepunkt des Messeauftritts der Zare ist die Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 31.05.2018, um 12 Uhr. Mit Vertretern aus Verbänden, Entsorgung, Industrie und Politik wird hier offen über die „Zukunft Altreifen“ diskutiert. Die Altreifenentsorgung ist eine wichtige ökologische Herausforderung. Der Altreifenberg wächst und wächst. Jährlich fallen allein in Deutschland über 570.000 Tonnen Altreifen an – und die Entsorgungsbetriebe stoßen an ihre Grenzen, weil u. a. die Nachfrage nach runderneuerten Reifen oder Gummigranulat sinkt. Um zu verhindern, dass uns der Berg über den Kopf wächst und wilde Deponien überhand nehmen, muss das bisherige System überdacht und erneuert werden. Die Zare erwartet eine spannende, erkenntnisreiche Diskussion mit wichtigen Anregungen und hofft auf zahlreichen Besuch.

Über die Initiative Zare
Die Initiative Zare ist ein Zusammenschluss von 13 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle Zare-Partner sind auch Mitglied im BRV. Zare informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 18 Standorten decken die Zare-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.

Die Partner der Initiative sind:
Allgemeine Gummiwertstoff und Reifenhandels GmbH, Bender Reifen Recycling GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KURZ Karkassenhandel GmbH, Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, REIFEN DRAWS GmbH, Reifengruppe Ruhr / RGR, REIFEN OKA, Reifen Recyclingbetrieb Brenz GmbH

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Abbildung: ZARE Messestand
Bildunterschrift 1: Die Initiative Zare ist Aussteller auf der The Tire Cologne.

Engpässe bei der Altreifenverwertung

Bonn, 05.02.2018 Wovor Entsorgungsbetriebe und Experten aus der Reifenbranche seit gut einem Jahr warnen, ist nun Realität: Der Altreifenberg wächst immer weiter, weil die Zahl der Altreifen den derzeitigen Bedarf bei den verwertenden Betrieben übersteigt. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig an einer Lösung des Problems wird gearbeitet…

Wie entsorgt man die große Menge der Altreifen? Man kann sie – sofern sie noch über ausreichend Profil verfügen – ins Ausland exportieren, sie runderneuern, als industriellen Brennstoff verwerten oder zu Gummigranulat verarbeiten. Vier gute und sinnvolle Methoden, dennoch stößt die Altreifenentsorgung im Moment an ihre Grenzen. Kein Wunder bei einer Zahl von ca. 570.000 Tonnen Altreifen jährlich allein in Deutschland.

Hintergründe des Verwertungsstaus
Aber was verursacht diesen Recyclingstau? Die Vielzahl unterschiedlicher, vor allem großer Gebrauchtreifen, wie sie etwa bei SUVs gebräuchlich sind, erweist sich beim Export zunehmend als problematisch. Für viele Pneus existiert in den gängigen Abnahmeländern einfach kein Markt. Bei den runderneuerten Reifen wirkt sich der zunehmende Import billiger Neureifen aus Fernost nachteilig auf die hiesige Nachfrage nach Karkassen aus. Viele Kunden denken nicht an die Qualität, sehen nur den Preis. Die Rechnung ist einfach: Warum einen „gebrauchten“ Reifen nehmen, wenn man für den gleichen oder sogar einen geringeren Betrag einen neuen haben kann? Das Sinken der Nachfrage führt dazu, dass die Runderneuerungsbetriebe weniger Reifen produzieren und demnach auch weniger Altreifen benötigen. Auf lange Sicht wird sich dieses Problem noch potenzieren, denn die günstigen Importreifen sind meist gar nicht für die spätere Runderneuerung geeignet.

Annahmestopp: Kapazität ausgeschöpft
Auch andere Verwertungsbetriebe, z. B. Zementwerke, die einer der wichtigsten Abnehmer für Altreifen sind, gehen immer mehr dazu über, Annahmestopps zu verhängen oder die Annahmemengen zu beschränken. An Brennstoffen existiert kein Mangel, die Fabriken sind allerdings nicht auf Altreifen angewiesen und können auf andere Brennstoffe zurückgreifen. Bleiben noch die Granulierbetriebe, doch auch die sind längst am Limit angelangt. So attraktiv Gummigranulat als Werkstoff auch ist, sein Einsatz ist noch begrenzt. Es fallen also weitaus mehr Altreifen an, als Gummigranulat benötigt wird, mit dem Ergebnis, dass Altreifenentsorger auch hier zunehmend vor verschlossenen Pforten stehen.

Wilde Deponien nehmen zu
Eine Folge dieser Entwicklung: Die schwarzen Schafe, die es leider überall gibt und die weder die Geduld haben, auf eine Besserung der Lage zu warten noch die Möglichkeiten, nach Alternativen zu suchen, laden die für sie wertlosen Reifen kurzerhand auf wilden Deponien ab. In Waldstücken, an Landstraßen, auf Feldwegen oder in Bach- und Flussläufen verschandeln sie dann die Umwelt und müssen auf Kosten des Steuerzahlers geborgen werden. Die Gemeinden können ein Lied davon singen.

Zare: Mit guten Ideen und Tatkraft gegen den Verwertungstau
Die zertifizierten Altreifenentsorger haben nun die Aufgabe, schnellstmöglich neue Absatzwege zu finden. Schon jetzt steht fest, dass sich Transportwege verlängern und die Verwertungskosten durch die Verknappung der Kapazitäten weiter steigen werden. Aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung und perfekter Vernetzung sind die Zare-Partner jedoch dazu in der Lage, auch weiterhin für eine ordnungsgemäße Entsorgung der Altreifen zu sorgen: Hier zeigt sich wieder einmal, dass Professionalität unabdingbare Voraussetzung ist, um die Altreifenentsorgung zu bewerkstelligen. Gemeinsam wird mit Nachdruck daran gearbeitet, den Entsorgungsstau zu lösen und den Altreifenberg abzubauen. An guten, zukunftsorientierten Lösungsvorschlägen mangelt es nicht, sie müssen jetzt nur möglichst zügig umgesetzt werden.

Über die Initiative Zare
Die Initiative Zare ist ein Zusammenschluss von 14 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle Zare-Partner sind auch Mitglied im BRV. Zare informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 19 Standorten decken die Zare-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.

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Abbildung 1: standortkarte_illegale_altreifenentsorgung-in-deutschland_web
Bildunterschrift 1: Die Standort-Karte „illegale Altreifenentsorgung in Deutschland“

Abbildung 2: gruene_wiesen_mit_altreifen_bald_ein_gewohntes_bild_web
Bildunterschrift 2: Grüne Wiesen mit Altreifen: Bald ein gewohntes Bild?
Bildnachweis: © Karina Baumgart – Fotolia.com

Illegale Altreifenentsorgung ist kein Kavaliersdelikt

Bonn, 24.10.2017      Es ist wieder soweit: Die Sommerreifen müssen runter, die Winterreifen montiert werden. Für so manchen Reifen hat das letzte Stündlein geschlagen und es bleibt nur noch die Entsorgung. Pro Reifen fallen bei Abgabe in der Kfz-Werkstatt oder der Kommune ca. drei bis vier Euro an. Für einige Autofahrer offensichtlich schon zu viel: Sie laden ihre Reifen kurzerhand in der Landschaft ab. Doch illegal entsorgte Altreifen belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch die Haushaltskassen. Ihre Bergung und Entsorgung zahlt die Allgemeinheit und viele Gemeinden ächzen unter dieser finanziellen Last, die immer größer wird. Um dem entgegenzuwirken, werden mittlerweile hohe Bußgelder erhoben: Die illegale Altreifenentsorgung ist längst kein Kavaliersdelikt mehr …

Millionen von Altreifen müssen Jahr für Jahr entsorgt werden. In einer fast lückenlosen Verwertungskette kann jeder von ihnen einer neuen Bestimmung zugeführt werden: Runderneuerung, Export, stoffliche oder thermische Wiederverwertung garantieren, dass uns der Altreifenberg nicht über den Kopf wächst. Gäbe es diese verschiedenen Recycling-Methoden nicht, hätten wir ein ernstes Problem: Gummi verrottet nicht und ein Reifen überdauert mehrere Jahrhunderte. Doch die Voraussetzung für das fachgerechte Recycling ist die Übergabe der Altreifen in kompetente Entsorgerhände.

Das reine Gewissen ist nicht teuer
Einen Altreifen an den Reifenhändler abzugeben, der ihn an einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb weiterleitet, ist ausgesprochen preisgünstig. Vor allem im Vergleich zu dem Bußgeld, das droht, wenn man sich bei der illegalen Altreifenentsorgung erwischen lässt. Dann kann es richtig teuer werden. Der Grund: Die Kommunen müssen die Kosten, die für die Bergung und Entsorgung der Reifen anfallen, aus der eigenen Tasche bezahlen. Das bedeutet, dass letztlich jeder Steuerzahler für die Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit Einzelner zur Kasse gebeten wird. In manchen Gemeinden sind die sogenannten wilden Deponien, auf denen sich neben alten Autoreifen auch noch anderer Unrat türmt, zu einem echten wirtschaftlichen Problem geworden, der die notorisch klammen Haushalte belastet. Um dem entgegenzuwirken, werden mittlerweile empfindliche Bußgelder erhoben.

Die Bundesländer bitten zur Kasse
Die Höhe der Strafen ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Schon die illegale Entsorgung eines einzelnen Reifens kann mit bis zu 300 Euro zu Buche schlagen. Wer große Mengen von Altreifen ablädt, wird sogar mit Bußgeldern im vierstelligen Bereich zur Kasse gebeten. Richtig teuer ist die Umweltsünde in Niedersachsen: Dort zieht die Entsorgung von fünf Reifen unter Umständen bereits ein Bußgeld von 1.000 Euro nach sich. Aber auch in Sachsen, Bremen oder Rheinland-Pfalz hagelt es gesalzene Bußgelder. Werden illegal abgeladene Altreifen entdeckt, wird in der Regel sofort die Polizei eingeschaltet, die dann die Ermittlungen aufnimmt. Zeugenaussagen können genauso auf die Spur des Übeltäters führen wie Reifenabdrücke etc. Eigentlich gibt es keinen Grund, dieses Risiko einzugehen. Wer seinen Reifen beim Wechsel der Kfz-Werkstatt überlässt, ist auf der sicheren Seite.

Allerdings sollte man als Endverbraucher dafür Sorge tragen, dass es sich um einen seriösen Vertreter seiner Zunft handelt. Darüber gibt etwa die BRV-Zertifizierung Auskunft: Wer sie erhält, hat den Nachweis erbracht, dass er bei der Reifenentsorgung ganz im Sinne der Nachhaltigkeit agiert.

Über die Initiative ZARE

Die Initiative ZARE ist ein Zusammenschluss von 16 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle ZARE-Partner sind auch Mitglied im BRV. ZARE informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 23 Standorten decken die ZARE-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.

Quelle:
Bußgeldkatalog 2017 – Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.

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Bildmaterial 1: initiative_zare_gemeinsam_fuer_eine_saubere_umwelt_web
Bildmaterial 2: standortkarte_illegale_altreifenentsorgung_in_deutschland_web

Illegale Altreifenentsorgung: Saftige Strafen für Umweltsünder

Bonn, 17.10.2017      Illegal entsorgte Altreifen belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch die Haushaltskassen. Ihre Bergung und Entsorgung zahlt meist die Allgemeinheit. Viele Gemeinden ächzen unter dieser finanziellen Last, die immer größer wird. Um dem entgegenzuwirken, werden mittlerweile hohe Bußgelder erhoben. Die illegale Altreifenentsorgung ist längst kein Kavaliersdelikt mehr …

Millionen von Altreifen müssen Jahr für Jahr entsorgt werden. In einer fast lückenlosen Verwertungskette kann jeder von ihnen einer neuen Bestimmung zugeführt werden. Gäbe es die verschiedenen Recycling-Methoden nicht, hätten wir ein ernstes Problem: Gummi verrottet nicht und ein Reifen überdauert mehrere Jahrhunderte. Damit uns der Reifenberg nicht über den Kopf wächst und jeder Altreifen den richtigen Weg geht, muss er in kompetente Hände übergeben werden. An dieser Stelle kommen Entsorgungsbetriebe, aber auch Werkstätten und Reifenhändler ins Spiel, denn sie tragen letztlich die Verantwortung dafür, dass jeder Reifen die richtige Behandlung erfährt.

Altreifenentsorgung ist ein gutes Geschäft
Die Altreifenentsorgung ist ein wichtiger Teil ihres Geschäfts. Für die Annahme eines Altreifens können drei bis vier Euro erhoben werden, ein Betrag, der sich während der Reifenwechselsaisons im Frühjahr und Herbst summiert. Mit dieser Entsorgungsgebühr kann ein zertifizierter Altreifenentsorger problemlos beauftragt werden. Reifen liefern einen wertvollen Rohstoff: Entweder in der stofflichen Verwertung, wo sie zu Gummigranulat verarbeitet werden, das etwa im Straßenbau zum Einsatz kommt, oder in der thermischen Verarbeitung, wo sie Energie liefern und teurere Brennstoffe ersetzen. Dazu beizutragen, dass diese Verwertungskette nicht reißt, ist demnach nicht nur aus ökologischer Sicht sinnvoll, sondern auch aus wirtschaftlicher Perspektive. Illegal entsorgte, sprich in der Landschaft abgeladene Reifen, kosten bares Geld, denn die Kommunen müssen Bergung und Entsorgung aus der eigenen Tasche bezahlen. Das bedeutet, dass letztlich jeder Steuerzahler für die Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit Einzelner zur Kasse gebeten wird. In manchen Gemeinden sind die sogenannten wilden Deponien, auf denen sich neben alten Autoreifen auch noch anderer Unrat türmt, zu einem echten wirtschaftlichen Problem geworden, der die notorisch klammen Haushalte belastet. Um dem entgegenzuwirken, werden mittlerweile empfindliche Bußgelder erhoben.

Die Bundesländer bitten zur Kasse
Die Höhe der Strafen ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Schon die illegale Entsorgung eines einzelnen Reifens kann mit bis zu 300 Euro zu Buche schlagen. Wer große Mengen von Altreifen ablädt, wird sogar mit Bußgeldern im vierstelligen Bereich zur Kasse gebeten. Richtig teuer ist die Umweltsünde in Niedersachsen: Dort kann schon die Entsorgung von fünf Reifen ein Bußgeld von 1.000 Euro nach sich ziehen. Wer mit größeren Mengen erwischt wird, den erwartet eine Strafe von bis zu 25.000 Euro. Aber auch in Sachsen, Bremen oder Rheinland-Pfalz hagelt es gesalzene Bußgelder. Werden illegal abgeladene Altreifen entdeckt, wird in der Regel sofort die Polizei eingeschaltet, die dann die Ermittlungen aufnimmt. Zeugenaussagen können genauso auf die Spur des Übeltäters führen wie Reifenabdrücke etc. Eigentlich gibt es keinen Grund, dieses Risiko einzugehen – oder sich durch Gedankenlosigkeit am illegalen Treiben solcher Umweltsünder zu beteiligen.

Seriöse Entsorger wählen, eigenen Ruf schützen
Reifenfach-, Autohändler und Kfz-Werkstätten, die ihre Altreifen an Entsorgungsbetriebe abgeben, sind nicht von der Verantwortung entbunden. Sie sollten sich vergewissern, dass der Partner, mit dem sie zusammenarbeiten, vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e. V. (BRV) zertifiziert ist. Viele Unternehmer, die sich „Entsorger“ nennen, wollen nämlich lediglich ihr Stück vom Kuchen namens „Altreifenentsorgung“ abhaben. Alle Reifen, die sich nicht mit geringem Aufwand in bares Geld umwandeln lassen, werden von ihnen in Waldstücken, an Feldwegen, Flussläufen oder abgelegenen Parkplätzen abgeladen, wo sie der Umwelt schaden und den Gemeinden auf der Tasche liegen. Wer etwas auf seinen guten Namen als Unternehmer hält und sich für Nachhaltigkeit einsetzt, sollte daher genau darauf achten, dass er mit solchen Geschäftsgebaren nicht in Verbindung gebracht wird.

Über die Initiative ZARE

Die Initiative ZARE ist ein Zusammenschluss von 16 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) zertifizierten Altreifenentsorgern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. Alle ZARE-Partner sind auch Mitglied im BRV. ZARE informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 23 Standorten decken die ZARE-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.

Die Partner der Initiative sind:

Allgemeine Gummiwertstoff und Reifenhandels GmbH, Bender Reifen Recycling GmbH, Containertransporte Wesseler GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KURZ Karkassenhandel GmbH, Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, REG Reifen-Entsorgungsgesellschaft mbH, REIFEN DRAWS GmbH, Reifengruppe Ruhr / RGR, Reifen Günay GmbH, REIFEN OKA, Reifen Recyclingbetrieb Brenz GmbH

Quelle:
Bußgeldkatalog 2017 – Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.

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