Bonn, 13. Januar 2026. Mit der zunehmenden Verbreitung von Reifendruck-kontrollsystemen (RDKS) in modernen Fahrzeugen wächst auch die Herausforderung für die Altreifenentsorgung. Im Regelfall verbleibt der Sensor bei der Demontage vom Reifen am Rad. In den wenigen Fällen, in denen der Sensor in einem Container am Reifen befestigt ist, sollte sicherheitshalber nochmals überprüft werden, ob der Sensor raus ist.
RDKS-Sensoren enthalten in der Regel Lithiumbatterien, die bei mechanischer Belastung, Zerkleinerung oder thermischer Behandlung beschädigt werden können. Gelangen diese kleinen Batterien in die Entsorgungskette, besteht ein erhöhtes Risiko für Brände, Explosionen und Störungen in Recycling- und Verwertungsanlagen. Insbesondere in Schredder- und Granulieranlagen, aber auch bei der thermischen Wiederverwertung, kann dies schwerwiegende Folgen haben.
„Die sichere und umweltgerechte Altreifenentsorgung setzt voraus, dass Reifen frei von Batterien und elektronischen Bauteilen angeliefert werden“, betont Christina Guth Sprecherin der ZARE. „Landen RDKS-Sensoren im Altreifen-Container gefährdet dies nicht nur Mitarbeitende und Anlagen, sondern beeinträchtigt auch die gesamte Entsorgungskette.“
Besonders problematisch ist die Situation bei sogenannten Seal- oder Silent-Reifen. Diese enthalten zusätzliche Dichtmassen oder schalldämmende Materialien, die die stoffliche und thermische Verwertung ohnehin erschweren. In Kombination mit RDKS-Sensoren steigt der technische Aufwand erheblich, was zu Mehrkosten, Verzögerungen oder sogar zur Ablehnung der Reifenannahme führen kann.
ZARE appelliert daher eindringlich an Kfz-Werkstätten, Reifenfachhändler und Autohäuser, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und RDKS-Sensoren bzw. Batterien getrennt zu sammeln und gemäß den geltenden Vorschriften für Elektroaltgeräte und Altbatterien zu entsorgen.
Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft bei Reifen erfordert klare Standards und die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Initiative ZARE setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern dafür ein, die Sicherheit in der Altreifenentsorgung zu gewährleisten und auf die wachsenden Herausforderungen durch moderne Reifentechnologien aufmerksam zu machen.
Hinweis zur Anlieferung von Reifen: https://zertifizierte-altreifenentsorger.de/wp-content/uploads/Verbandhinweis_Altreifen_A4_02_ANSICHT.pdf
Über die Initiative ZARE
Die Initiative ZARE ist ein Zusammenschluss von 16 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) organisierten Unternehmen. Die ZARE-Partner haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. ZARE informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 26 Standorten decken die ZARE-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.
Die Partner der Initiative sind:
Bender Reifen Recycling GmbH, Containertransporte Wesseler GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Erwin Welzenbach Spedition GmbH, G & K Recycling Utsch GmbH, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KURZ Karkassenhandel GmbH, Mondo Reifenmarkt GmbH, MRH Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, Reifen DRAWS GmbH, Reifen Külshammer, Reifengruppe Ruhr, REIFEN OKA – Reifenhandel
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Bild 1: beschaedigte_rdks-batterien
Bildunterschrift 1: Beschädigte RDKS-Batterie nach mechanischer Belastung: Solche Batterien können Brände auslösen und Recycling- sowie Verwertungsanlagen gefährden.
Bild 2: rdks-sensoren aus einem reifen
Bildunterschrift 2: RDKS-Sensor aus einem Reifen: Das elektronische Bauteil enthält eine fest verbaute Batterie und muss separat entsorgt werden
Bild 3: geoeffneter rdks-sensor mit integrierter lithiumbatterie
Bildunterschrift 3: Geöffneter RDKS-Sensor mit integrierter Lithiumbatterie – unsachgemäß entsorgt stellt sie ein erhebliches Brand- und Sicherheitsrisiko dar.
Bildquelle: Reifen Draws GmbH®






