Bonn, 14. April 2026. Mit der neuen EU-Abfallverbringungsverordnung (EU) 2024/1157 steht die Entsorgungsbranche vor einem grundlegenden Wandel. Was bislang oft über intransparente Exportwege abgewickelt wurde, unterliegt künftig strengen Kontrollen, digitalen Nachweispflichten und klaren Umweltstandards. Für Reifenhandel, Kfz-Betriebe und Autohäuser bedeutet das: Die Auswahl des richtigen Entsorgungspartners wird zur unternehmerischen Verantwortung. Ab dem 21. Mai 2026 gelten neue, umfassende Regelungen für die grenzüberschreitende Verbringung von Abfällen. Ziel ist es, illegale Entsorgungspraktiken einzudämmen und die Kreislaufwirtschaft innerhalb Europas zu stärken. Besonders relevant: Abfälle – dazu zählen auch Altreifen – dürfen künftig nur noch unter streng definierten Bedingungen exportiert werden. Für Betriebe, die regelmäßig Altreifen abgeben, steigt damit das Risiko, bei der Wahl eines ungeeigneten Entsorgers mittelbar Teil illegaler Entsorgungswege zu werden. Denn die Anforderungen an Dokumentation, Nachverfolgung und Umweltstandards werden erheblich verschärft.
Sorgfalt bei der Entsorgerwahl wird entscheidend
Reifenhandel und Kfz-Betriebe sollten künftig verstärkt darauf achten, mit zertifizierten und transparent arbeitenden Entsorgungsunternehmen zusammenzuarbeiten. Wichtige Kriterien sind:
- Nachweisbare Verwertungswege innerhalb Europas
- Lückenlose Dokumentation der Stoffströme
- Einhaltung der neuen digitalen Melde- und Nachweispflichten
- Verzicht auf intransparente Exportlösungen
Die Partner der Initiative ZARE (Zertifizierte Altreifenentsorger) zeigen bereits seit Jahren, wie verantwortungsvolle Entsorgung in der Praxis funktioniert: mit klaren Qualitätsstandards, transparenten Prozessen und einem konsequenten Fokus auf hochwertige Verwertung statt kurzfristiger Entsorgungslösungen.
Entsorger stehen vor strategischer Neuausrichtung
Auch für Entsorgungsunternehmen selbst bringt die neue Verordnung tiefgreifende Veränderungen. Insbesondere exportorientierte Geschäftsmodelle geraten unter Druck:
- Ab 2027 sind zusätzliche Auditpflichten für Exporte vorgesehen
- Exporte in Nicht-OECD-Staaten werden massiv eingeschränkt
- Digitale Verfahren machen alle Stoffströme transparent nachvollziehbar
Entsorger sind daher gefordert, ihre bisherigen Exportwege kritisch zu prüfen und verstärkt auf europäische Verwertungsstrukturen zu setzen. Mechanische und hochwertige Recyclingverfahren innerhalb der EU gewinnen deutlich an Bedeutung. Die ZARE-Partner haben diesen Weg bereits eingeschlagen und setzen seit Jahren auf nachvollziehbare, geprüfte und umweltgerechte Entsorgungs- und Verwertungswege innerhalb regulierter Märkte.
Europa als Zentrum der Kreislaufwirtschaft
Die neue Verordnung verfolgt ein klares Ziel: Wertstoffe sollen möglichst innerhalb Europas gehalten und hochwertig verwertet werden. Für die Branche eröffnet das Chancen:
- Stabilere Rohstoffverfügbarkeit
- Ausbau moderner Recyclingkapazitäten
- Stärkung nachhaltiger Geschäftsmodelle
Die EU-Abfallverbringungsverordnung 2024/1157 markiert einen Wendepunkt. Sie schafft mehr Transparenz, erhöht die Umweltstandards und beendet unlautere Wettbewerbsvorteile durch illegale Exportpraktiken. Für Reifenhandel, Werkstätten und Autohäuser gilt daher mehr denn je: Die Wahl des richtigen Entsorgungspartners ist nicht nur eine Kostenfrage – sondern eine Frage der Rechtssicherheit und Verantwortung. Für Entsorger bedeutet die neue Gesetzgebung:
Zukunftsfähig ist nur, wer auf nachvollziehbare, europäische und umweltgerechte Verwertungswege setzt.
Schlusshinweis:
Unternehmen, die auf geprüfte Qualität und transparente Entsorgung setzen möchten, finden im Netzwerk der Initiative ZARE (www.zertifizierte-altreifenentsorger.de) verlässliche Partner. Gleichzeitig sind verantwortungsbewusste Entsorgungsunternehmen eingeladen, Teil dieses Netzwerks zu werden und aktiv an der Weiterentwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft mitzuwirken.
Über die Initiative ZARE
Die Initiative ZARE ist ein Zusammenschluss von 16 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) organisierten Unternehmen. Die ZARE-Partner haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. ZARE informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 26 Standorten decken die ZARE-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.
Die Partner der Initiative sind:
Bender Reifen Recycling GmbH, Containertransporte Wesseler GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Erwin Welzenbach Spedition GmbH, G & K Recycling Utsch GmbH, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KURZ Karkassenhandel GmbH, Mondo Reifenmarkt GmbH, MRH Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, Reifen DRAWS GmbH, Reifen Külshammer, Reifengruppe Ruhr, REIFEN OKA – Reifenhandel
Download
Pressemitteilung als Worddokument
Pressemitteilung als PDF-Datei





