Bonn, 26. Januar 2026. Der Großbrand eines Reifenlagers im Karlsruher Stadtteil Nordstadt macht erneut deutlich, welche Risiken von unsachgemäß gelagerten Altreifen ausgehen. In der Nacht zum Samstag gerieten auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern große Mengen Altreifen in Brand. 68 Einsatzkräfte waren über mehrere Stunden im Einsatz. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Nach Angaben der Polizei besteht der Verdacht auf Brandstiftung.
Nach Einschätzung von ZARE verdeutlicht der Vorfall die Notwendigkeit klarer Standards bei Lagerung, Transport und Entsorgung von Altreifen. „Altreifen zählen zu den brandintensivsten Abfallarten. Brände sind schwer zu kontrollieren und gehen mit erheblicher Rauch- und Schadstoffentwicklung einher“, erklärt ZARE-Sprecherin Christina Guth: „Solche Ereignisse lassen sich durch strukturierte Entsorgungswege und die Zusammenarbeit mit zertifizierten Fachbetrieben deutlich reduzieren.“
Zertifizierte Entsorger erfüllen hohe Anforderungen an Brandschutz, Lagerkonzepte und Umweltauflagen. Dazu gehören unter anderem begrenzte Lagerzeiten, klar definierte Lagerflächen, regelmäßige Kontrollen sowie eine zeitnahe stoffliche oder energetische Verwertung der Altreifen. „Wo Altreifen über längere Zeit unsachgemäß gelagert werden, steigt das Risiko von Bränden erheblich – unabhängig davon, ob diese fahrlässig oder vorsätzlich entstehen“, so ZARE weiter.
Bundesweit setzt sich ZARE für eine transparente, rechtssichere und nachhaltige Altreifenentsorgung ein. Ziel ist es, Kommunen, Unternehmen und Entsorger miteinander zu vernetzen und durch zertifizierte Strukturen sowohl Umwelt- als auch Sicherheitsrisiken zu minimieren. Der Brand in Karlsruhe zeigt aus Sicht von ZARE, wie wichtig klare Zuständigkeiten und geprüfte Entsorgungsprozesse sind – insbesondere bei größeren Mengen von Altreifen.
Die Initiative ZARE empfiehlt Reifenhändlern und Kfz-Werkstätten, bei der Entsorgung von Altreifen besonders sorgfältig vorzugehen und ausschließlich mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben zusammenzuarbeiten. Dazu gehört auch, sich entsprechende Nachweise vorlegen zu lassen (Entsorgungsfachbetriebszertifikat; EfB) und sich über den weiteren Verwertungsweg der Altreifen zu informieren. Im Schadensfall können andernfalls auch die Erzeuger der Altreifen in die Verantwortung genommen werden.
ZARE appelliert an öffentliche und private Betreiber von Lagerflächen, Altreifen ausschließlich über zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe erfassen und verwerten zu lassen. „Professionelle Entsorgung ist kein optionaler Zusatz, sondern ein zentraler Beitrag zum Brand-, Umwelt- und Gesundheitsschutz“, betont ZARE.
Über die Initiative ZARE
Die Initiative ZARE ist ein Zusammenschluss von 16 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) organisierten Unternehmen. Die ZARE-Partner haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken. ZARE informiert den Autofahrer über die umweltgerechte Altreifenentsorgung. An 26 Standorten decken die ZARE-Partner Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab.
Die Partner der Initiative sind:
Bender Reifen Recycling GmbH, Containertransporte Wesseler GmbH, CVS Reifen GmbH, Danninger OHG Spezialtransporte, Erwin Welzenbach Spedition GmbH, G & K Recycling Utsch GmbH, Hartung Speditions-, Handels- und Transport GmbH, HRV GmbH, KARGRO B.V., KURZ Karkassenhandel GmbH, Mondo Reifenmarkt GmbH, MRH Mülsener Rohstoff- und Handelsgesellschaft mbH, Reifen DRAWS GmbH, Reifen Külshammer, Reifengruppe Ruhr, REIFEN OKA – Reifenhandel
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Bild 1: Großbrand in Karlsruhe_1
Bildunterschrift 1: Meterhohe Flammen und eine massive Rauchentwicklung prägten den Großbrand eines Reifenlagers im Karlsruher Stadtteil Nordstadt.
Quelle: Einsatz-Report24®
Bild 2: Großbrand in Karlsruhe_2
Bildunterschrift 2: Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften mehrere Stunden im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Quelle: Einsatz-Report24®
Bild 3: Reifenlagerung_KURZ
Bildunterschrift 3: Der Großbrand in Karlsruhe zeigt die Risiken unsachgemäßer Lagerung und unterstreicht die Bedeutung zertifizierter Entsorgungsstrukturen.
Bildquelle: KURZ Karkassenhandel GmbH®






