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In der Nacht auf Samstag ist es im Karlsruher Stadtteil Nordstadt zu einem Großbrand auf dem Gelände eines Reifenlagers gekommen. Auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern standen große Mengen Altreifen in Flammen. Meterhohe Flammen und eine massive Rauchentwicklung waren bereits aus großer Entfernung sichtbar.
Gegen 2:40 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Leitstelle ein. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte zeigte sich das Feuer laut Feuerwehr bereits in voller Ausdehnung, Flammen schlugen bis zu 15 Meter hoch. Die Feuerwehr Karlsruhe rückte gemeinsam mit Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Großaufgebot an. Insgesamt waren 68 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz.
Aufgrund der Größe des Brandes mussten lange Schlauchleitungen verlegt werden, um eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen. Zeitweise wurde der Bahnverkehr im Umfeld der Einsatzstelle aus Sicherheitsgründen vollständig eingestellt. Parallel führte ein ABC-Erkunder Messungen im Stadtgebiet durch, um mögliche Schadstoffbelastungen auszuschließen.
Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Für die Nachlöscharbeiten wurde das Technisches Hilfswerk hinzugezogen. Mit einem Teleskoplader wurde das Brandgut auseinandergezogen, um versteckte Glutnester gezielt ablöschen zu können. Abschließend deckte die Feuerwehr die Brandfläche großflächig mit Löschschaum ab, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Nach Angaben der Polizei gehört das betroffene Gelände der Stadt Karlsruhe. Die Ermittlungen ergaben inzwischen den Verdacht auf Brandstiftung. Durch die enorme Hitzeentwicklung wurde auch die Fassade einer angrenzenden Halle beschädigt. Der Sachschaden wird derzeit auf rund 30.000 Euro geschätzt.
Die verbrannten Reifen sollen nun von einem spezialisierten Entsorgungsunternehmen abtransportiert und fachgerecht verwertet werden. Der Vorfall macht erneut deutlich, welche Risiken von unsachgemäß gelagerten Altreifen ausgehen und wie wichtig professionelle Entsorgungs- und Recyclingstrukturen sind. ZARE setzt sich seit Jahren für sichere, nachhaltige Lösungen im Umgang mit Altreifen ein – von der Prävention bis zur umweltgerechten Verwertung.
ZARE empfiehlt Reifenhändlern und Kfz-Werkstätten, bei der Entsorgung von Altreifen besonders aufmerksam zu sein und ausschließlich mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben zusammenzuarbeiten. Wichtig ist dabei, sich die entsprechenden Nachweise – etwa das Entsorgungsfachbetriebszertifikat (EfB) – vorlegen zu lassen und sich darüber zu informieren, wie und wo die Altreifen anschließend verwertet werden. Wer hier nicht sorgfältig prüft, riskiert im Ernstfall nicht nur Umwelt- und Sicherheitsprobleme: Unter Umständen können auch die Erzeuger der Altreifen mit in die Verantwortung genommen werden.
Quelle: EinsatzReport24 – Die Nachrichtenagentur
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