alte reifen entsorgen - Logo für ZARE | Die Initiative für Zertifizierte Altreifenentsorger

Altreifen verschwinden – und keiner weiß genau, wohin

Stephan Rau, wdk und Christina Guth, ZARE

In einem aktuellen Interview mit der NEUE REIFENZEITUNG schlagen Stephan Rau, Technischer Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk), und Christina Guth, Sprecherin der Initiative ZARE, eindringlich Alarm: Der Rückgang, der in Deutschland zur Verfügung stehenden Altreifen habe, sich in den letzten Jahren „fast exponentiell entwickelt“. Immer mehr Altreifen verschwinden spurlos – insbesondere durch Exporte ins Ausland – und stehen somit nicht mehr für die Runderneuerung oder das stoffliche Recycling im Inland zur Verfügung.
Die Auswirkungen auf den Markt sind bereits spürbar. Es kommt zu Engpässen bei der Verfügbarkeit runderneuerbarer Karkassen, die Preise steigen, und zertifizierte Entsorger stehen zunehmend unter Druck. Der wdk und ZARE sehen die Gründe in einem undurchsichtigen System mit vielen Beteiligten, in dem die Verantwortung für die ordnungsgemäße Entsorgung allzu oft nicht klar geregelt ist. Gleichzeitig mahnen sie die Politik, endlich entschlossen zu handeln – mit mehr Transparenz, mehr Kontrolle und einer klareren Zuordnung der Verantwortung entlang der gesamten Entsorgungskette.

Insbesondere appellieren wdk und ZARE an den Reifenhandel und Werkstätten, ausschließlich mit zertifizierten Altreifenentsorgern zusammenzuarbeiten und die Nachverfolgbarkeit der Entsorgung sicherzustellen. Nur so könne verhindert werden, dass Reifen unkontrolliert ins Ausland gelangen oder in fragwürdigen Kanälen verschwinden.

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