In Lkw- und Busflotten entscheidet die Bereifung nicht nur über Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Betrieb – sondern auch über die ökologische Verantwortung am Ende ihres Lebenszyklus. Mit dem Austausch eines Reifens endet seine Nutzung am Fahrzeug, nicht jedoch sein Wert.
Altreifen enthalten hochwertige Rohstoffe und tragfähige Karkassen. Werden sie fachgerecht geprüft und sortiert, können sie entweder runderneuert oder stofflich verwertet werden. Damit werden Ressourcen geschont, Emissionen reduziert und gesetzliche Anforderungen erfüllt.
ZARE sorgt für transparente Verwertungswege
Die Initiative ZARE steht für eine kontrollierte, umweltgerechte und rechtskonforme Altreifenentsorgung in Deutschland. Unternehmen, die ihre ausgedienten Reifen bei zertifizierten ZARE-Partnern abgeben, schaffen die Grundlage für eine lückenlose und nachvollziehbare Weiterverarbeitung.
Der strukturierte Prozess umfasst:
- Prüfung der Karkassen auf Runderneuerungsfähigkeit
- Zuführung geeigneter Reifen in die Weiterverwendung
- stoffliche oder energetische Verwertung nicht mehr nutzbarer Reifen
- Ausschluss illegaler Exporte und unsachgemäßer Lagerung
Damit wird aus einem vermeintlichen Abfallprodukt ein Bestandteil der Kreislaufwirtschaft.
Runderneuerung als ökologischer und wirtschaftlicher Hebel
Ein wesentlicher Verwertungsweg ist die Runderneuerung. Hierbei bleibt die tragfähige Karkasse erhalten und erhält eine neue Lauffläche. Moderne Fertigungsverfahren sowie normierte Prüfprozesse gewährleisten Sicherheit und Leistungsfähigkeit im Nutzfahrzeugeinsatz.
Neben betriebswirtschaftlichen Vorteilen ist vor allem die Klimawirkung relevant. Eine Untersuchung des Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT belegt: Die Herstellung eines runderneuerten Nutzfahrzeugreifens verursacht rund 135 Kilogramm beziehungsweise 63,6 Prozent weniger CO₂ als die Produktion eines vergleichbaren Neureifens. Allein im Jahr 2024 wurden dadurch in Deutschland rund 92.000 Tonnen CO₂ eingespart.
Zusätzlich sinken Energieverbrauch und Rohstoffeinsatz deutlich, da vorhandene Materialien weiter genutzt werden.
Strategische Entscheidung für Unternehmen
Für Flottenbetreiber bedeutet die Wahl eines zertifizierten Entsorgungswegs:
- Erfüllung gesetzlicher Vorgaben
- Reduzierung ökologischer Risiken
- Stärkung nachhaltiger Unternehmensstrategien
- aktiver Beitrag zur Ressourcenschonung
Verantwortungsvolle Altreifenentsorgung ist damit kein nachgelagerter Prozess, sondern Teil eines ganzheitlichen, wirtschaftlich orientierten Nachhaltigkeitskonzepts.
Wer Reifen fachgerecht abgibt, entsorgt nicht – sondern ermöglicht Weiterverwendung und Wertschöpfung. Mit zertifizierten Partnern wie ZARE sichern Unternehmen transparente Prozesse, reduzieren Emissionen und stärken die Kreislaufwirtschaft.
Nachhaltigkeit beginnt dort, wo Verantwortung übernommen wird: am Ende eines Reifenlebenszyklus.
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