Immer mehr Altreifen verschwinden aus dem deutschen Verwertungssystem – laut dem Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) wurden 2023 rund 15–20 % ins Ausland exportiert. Diese Entwicklung gefährdet die Arbeit zertifizierter Entsorgsfachbetriebe.
Im Interview mit der NEUEN REIFENZEITUNG warnt Manfred Draws, Geschäftsführer des Unternehmens und Partner der Initiative ZARE, vor einem sich verstärkenden Teufelskreis: Weniger verfügbare Mengen führen zu sinkender Auslastung und damit geringerer Wirtschaftlichkeit in der Verwertung. Das wiederum kann zur Reduzierung von Kapazitäten und steigenden Kosten führen – mit Folgen für die gesamte Branche.
Herausforderungen auf einen Blick:
- Exportdruck entzieht zertifizierten Entsorgern wertvolle Rohstoffe
- Rückläufige Verwertungsquote bei gleichzeitig steigendem Aufwand
- Wirtschaftlicher Druck gefährdet Investitionen in moderne Recyclingprozesse
ZARE fordert: Altreifenentsorgung in zertifizierte Hände!
Reifen Draws steht stellvertretend für viele ZARE-Partner, die sich für eine sichere und nachhaltige Entsorgung einsetzen. Doch dafür braucht es eine stabile Rohstoffbasis im Inland. ZARE appelliert daher an alle Marktakteure – von Reifenhändlern über Werkstätten bis hin zu Verbrauchenden – Altreifen ausschließlich über zertifizierte Entsorgsfachbetriebe abzugeben.
Nur so kann der Recyclingkreislauf langfristig funktionieren – ökologisch wie ökonomisch.
Zum Originalbeitrag auf Reifenpresse.de:
Mit dem Mengenschwund bei Altreifen beginnt ein Teufelskreis
Bildbeschreibung:: Für Manfred Draws, geschäftsführender Gesellschafter des bayerischen Altreifentsorgers Reifen Draws, ist der rückläufige Verwertungsgrad bei Altreifen der Beginn eines Teufelskreises
Quelle: NRZ/Arno Borchers







