100.000 Tonnen Altreifen entgehen dem Recycling – ZARE fordert klare Kreislaufwirtschafts‑Signale

Altreifenmenge 2024

Nach einer aktuellen Veröffentlichung des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk) entgehen jährlich rund 100.000 Tonnen Altreifen in Deutschland einem geregelten Recyclingprozess. Diese Lücke ist ein deutliches Warnsignal – die Initiative ZARE sieht darin einen dringenden Handlungsbedarf für eine stärkere Kreislaufwirtschaft und zertifizierte Entsorgungswege.

Aktuelle wdk‑Zahlen zeigen: Von den rund 533.000 Tonnen Altreifen, die im Jahr 2024 in Deutschland anfielen, wurden 193.000 Tonnen stofflich verwertet – dennoch bleibt eine erhebliche Menge mit unklarem Verbleib.

Für ZARE bedeutet dies: Jeder einzelne Reifen, der nicht über zertifizierte Wege geführt wird, stellt einen Verlust von wertvollen Rohstoffen wie Gummi, Stahl und Textilfasern dar – und eine Belastung für Umwelt und Kreislaufwirtschaft.

Die Initiative ZARE setzt sich klar dafür ein, dass Altreifen ausschließlich über zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe gesammelt, sortiert und verwertet werden – mit Rückverfolgbarkeit und Transparenz im gesamten Entsorgungsweg. Nur so lassen sich illegale Exporte und unkontrollierte Verwertungen wirksam verhindern.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen sind ein klarer Appell: Kreislaufwirtschaft gelingt nicht von allein – sie braucht verbindliche Rahmenbedingungen, klare Prozesse und zertifizierte Partner. Die Initiative ZARE bleibt am Thema dran – mit dem Ziel: Altreifen im Kreislauf halten, Ressourcen schützen, Umweltbelastungen vermeiden.

Weitere Informationen finden Sie hier
Lesen Sie hier die Pressemitteilung vom wdk
Quelle: wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.

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